Mostviertler Birne

Die Birne – das Leitprodukt der Genussreise

Dort, wo Birnen wachsen, wird traditionell auch Most erzeugt. Wer immer schon einmal wissen wollte, wie Dorschbirne, Grüne Pichlbirne, Speckbirne oder Schweizer Wasserbirne schmecken, ist im Mostviertel goldrichtig.

Für die Mostviertler ist der Most zur Selbstverständlichkeit geworden. So sehr hat das schmackhafte Getränk aus vergorenen Birnen dem Gebiet seinen Stempel aufgedrückt, dass es „Most“ sogar in seinem Namen trägt. Die Menschen zwischen Enns im Westen und Großraum St. Pölten im Osten sowie Donau im Norden und Alpenvorland im Süden wachsen seit jeher mit Most auf. Wie in vielen anderen Gebieten auch steigt das Bewusstsein und der Stolz auf eine Jahrhunderte lang verwurzelte Spezialität dann besonders, wenn sich Menschen von außerhalb dieser Selbstverständlichkeit mit Neugier und Interesse widmen.

Most – Brous – Preh oder Exibatur – das Birnenerzeugnis hat viele Gesichter

Most kann eine wunderbare Alternative zu Wein sein; die Mostkultur ist in allen Regionen der Welt eine sehr alte. Oftmals gibt es ganz eigene, über die Jahrhunderte überlieferte Trinkgefäße bzw. Gläser bestimmter Form, die ausschließlich für den Mostgenuss vorgesehen sind.

Im Rahmen der Genussreise „Birne“ wird die wunderbare Vielfalt von Most/Birnenwein/Cider/Sidra gezeigt. Ergänzt werden die Mostspezialitäten von prickelnden Birnenfrizzante, alkoholfreie Birnensäfte und Birnen-Edelbränden. Im MostBirnHaus in Ardagger können die leicht-alkoholischen Moste verkostet werden. Der ein oder andere wird höchst erstaunt sein über die Vielfalt an Aromen und Geschmacksnuancen. Da gibt es zum Beispiel mild-süßliche Moste von der Schweizer Wasserbirne; feinfruchtige nach Holunderblüten duftende Moste von der Speckbirne oder die kräftig birnigen Moste von der Grünen Pichlbirne mit erfrischender Säure. Durchaus typisch sind auch exotische Aromen wie Mango- und Ananasnoten. Der unterschiedliche Charakter der Moste ergibt sich aus dem Gehalt an Säure, Restzucker und Gerbstoffen. Schon nach einigen Verkostungen hat man seinen Lieblingsmost entdeckt und versteht es, je nach Anlass oder Speise zu variieren.

Überaus fein schmecken auch innovative Varianten wie die fruchtig prickelnden Mostschaumweine und die spritzigen Jungmoste. Die neueste Kreation der Mostbarone sind die „Gourmetmoste“. Es gibt sie in drei Sorten mit den Namen „Brous“, „Preh“ und „Exibatur“. Die Namen beziehen sich auf alte Mostviertler Begriffe. Frei übersetzt meint der leicht-spritzige Brous (= Knospe) „Knospe trifft Frische“, der elegante Preh (= Stolz) „Stolz trifft Eleganz“ und der kraftvolle Exibatur (= Pflug) „Kraft trifft Erde“. Jeder der drei Moste ist eine Cuvée aus mindestens zwei, maximal vier autochthonen Mostbirnensorten. Wegen ihrer Vollmundigkeit und des niedrigeren Alkoholgehaltes sind sie die perfekten Speisebegleiter. Während die leicht-spritzigen Moste ideal zu Fisch und Salaten passen, harmoniert die kräftige Birnenmost-Cuvée mit Fleischgerichten.

Mostviertler Birnensorten

Die Vielfalt an Birnensorten ist groß. Von rund 300 verschiedenen Mostbirnsorten eignen sich in etwa 30 für die Mostproduktion. Birnen haben im Vergleich zu Äpfeln weniger Säure, deswegen schmecken Birnenmoste im Allgemeinen milder.

Die Zubereitung

Jedes Jahr ab circa anfang September ist es immer soweit! Dann, wenn das Obst reif ist, wird es sorgsam und zum Teil noch von Hand geerntet. „Geklaubt“ sagt man im Mostviertel dazu. In einen hochwertigen Most kommt natürlich nur vollreifes und bestes Obst. Bevor die Früchte in die Presse kommen, wird es gewaschen. Der Produzent entscheidet selbst, ob er sortenreine Moste oder Cuvées machen möchte. „G’mischte“ Moste bestehen im Mostviertel zum überwiegenden Teil aus Birnen und zu einem kleineren Teil aus Äpfeln.

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