Ausstellung "Schau ma amoi"

Festakt zum 125. Geburtstag des Staatsvertragskanzlers Julius Raab im Rahmen der Ausstellung „Schau ma amoi – Wirtschaft & Werte 2.0“ in Stift Seitenstetten

Anlass für die Schau ist der 125. Geburtstag des ehemaligen österreichischen Bundeskanzlers Julius Raab. Julius Raab war Schüler des Seitenstettner Stiftsgymnasiums und hat seinen privaten Nachlass den Mönchen des Klosters zur Verwahrung übergeben. Ein Teil wird nun im Rahmen der Ausstellung gezeigt.

Die Ausstellung „Schau ma amoi“ leitet den Besucher durch die Welten und Werthaltungen von Julius Raab, Benedikt von Nursia und der Gegenwart. In den ersten Räumen lernt man die Protagonisten der Ausstellung und ihre Werthaltung besser kennen. Im zweiten Teil wird der Besucher spielerisch dazu angeleitet über seine eigenen Werte nachzudenken. Das Leben, Wirtschaften und Arbeiten im Heute des 21. Jahrhunderts wird genauer unter die Lupe genommen. Der Titel der Ausstellung „Schau ma amoi“ steht für das typische Österreichische; das nicht ganz Entschiedene, das Abwartende, aber auch für das Bedächtige. Auch der Optimismus steckt im Ausdruck „Schau ma amoi“. Der Österreicher packt was an, ohne schon im Vorhinein alle Kleinigkeiten zu kennen. So war es im Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg und das könnte man auch als eine gute Basis für Unternehmensgründer und Start-ups bezeichnen. Die Ausstellung wird von drei Sichtweisen geleitet. Zum einen die Idee der sozialen Marktwirtschaft des Staatsvertragskanzlers Julius Raab. Ihm zur Seite steht die Lehre des heiligen Benedikt von Nursia. Die Welt von heute mit ihrem globalen Wirtschaften und Handeln stellt den dritten Gesichtspunkt dar.

7 Stationen über Wirtschaft und Werte

Der Abteisaal des Stift Seitenstetten ist einer der bemerkenswertesten Prunkräume des barocken Klosterbaus. Mit seinem beeindruckenden Deckenfresko zeigt Paul Troger hier die harmonische Vereinbarkeit von Religion und Wissenschaft durch die Kunst. Und die Ausstellung zeigt recht witzig, wie ein Künstler die Allegorien an der Decke heute darstellen würde. In der Julius Raab Galerie werden die Wertehaltung vom ehemaligen Bundeskanzler sowie die fünf Aspekte des Staatsvertrages in Vitrinen dargestellt. Im Selbstoptimierungsraum soll die Reaktion auf die schnelllebige Gegenwart Bezug genommen werden. Im Raum Baustelle ICH werden die Besucher besonders gefordert. Unterteilt in vier Bereiche werden die Besucher mit zentralen Fragen über das Leben und die Wirtschaft konfrontiert. Fair Trade und Menschenrechte werden ebenso thematisiert. Dem Mobiltelefon, heute gar nicht mehr wegzudenken aus dem alltäglichen Leben, wird ein ganzer Raum gewidmet. Vor allem soll das Handy als Symbol für das beginnende 21. Jahrhundert sein. Den Wandel der Kommunikation sowie der Arbeits- und Wirtschaftsprozesse darstellen. Die Ausstellung endet in der Galerie des Stifts. Hier können Besucher außergewöhnliche Gemälde und Plastiken bestaunen. Von der Gotik bis ins 20. Jahrhundert, von den barocken Meistern wie Kremser Schmidt bis zur Moderne wie Maria Lassnig sind auf 3.000 Quadratmetern über 1.000 Kunstwerke bewundern.

Weitere Informationen:
Sonderausstellung und Galerie sind von 1. April bis 31. Oktober 2017 täglich von 9-17 Uhr geöffnet. Nur am Palmsonntag und Ostersonntag ist geschlossen. Führungen sind im Stift von April bis Oktober täglich um 10 und 15 Uhr möglich; Führungen in der Sonderausstellung gibt es an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen um 14 Uhr.

www.schau-ma-amoi.at www.stift-seitenstetten.at