Erstes Teilstück des Ybbstalradwegs eröffnet

Ein historischer Tag für das Ybbstal.

Am Freitag, 2. Oktober 2015, eröffnete Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka gemeinsam mit den Ybbstaler Bürgermeistern das erste Teilstück des Ybbstalradwegs.

Das touristische Leitprojekt wird sich im Endausbau über 55 Kilometer von Waidhofen an der Ybbs bis Lunz am See erstrecken und in der Errichtung zehn Millionen Euro kosten. Die Fertigstellung der gesamten Radroute ist bis Frühjahr 2017 vorgesehen. Die offizielle Eröffnung des Radweges wird am 17. Juni 2017 stattfinden.

Der 20 Kilometer lange Streckenabschnitt zwischen St. Georgen am Reith, Göstling an der Ybbs und Lunz am See ist bereits jetzt „fit für alle Radfahrer“. „Die Eröffnung des ersten Teilstücks ist ein wichtiger Meilenstein. Der Ybbstalradweg bietet Gästen und Einheimischen ein unvergleichliches Erlebnis und eröffnet der Region zusätzliche Chancen. Ein einzigartiges Projekt inmitten einer unvergleichlichen Landschaft“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka.

Als „eine Achse, die unser Tal näher zusammenrücken ließ“, bezeichneten die beiden Obleute des Vereins Gemeindeverband Ybbstalradweg, Bürgermeister Martin Ploderer und Landtagsabgeordneter Bürgermeister Helmut Schagerl, den Ybbstalradweg. Das zum Teil auf dem Bahndamm der ehemaligen Ybbstalbahn verlaufende Projekt wurde seit 2008 in mühevollen und zum Teil heftig diskutierten Schritten entwickelt. Die Resonanz der ersten Wochen gibt den Projektverantwortlichen aber recht. „Die Frequenz im ersten Teilstück ist schon jetzt beachtlich – und hat unsere Erwartungen übertroffen. Familien mit Kindern sind ebenso unterwegs wie sportliche Radfahrer, Inline-Skater oder Spaziergänger“, so Ploderer. Er bedankte sich stellvertretend für die Ybbstaler Bürgermeister beim Land Niederösterreich für die Unterstützung.

Baulich wurde eine Vielzahl an Maßnahmen gesetzt: Zwischen Lunz am See und Göstling wurde der bestehende Radweg neben der Trasse der Nostalgiebahn Ötscherland-Express auf 2,5 Meter verbreitert, zwei Brücken wurden radtauglich gemacht. Hinzu kamen umfangreiche Felssicherungsarbeiteten, neue Absturzsicherungen und Ufermauern entlang der Route. Dadurch ist es nun erstmals möglich, von St. Georgen am Reith abseits der Bundesstraße in den Nachbarort Göstling zu gelangen. Ebenfalls wichtig: Kostenmäßig liegen die Projektverantwortlichen nach Fertigstellung des ersten Teilstücks exakt im Plan. Etappenweise wird der Ybbstalradweg nun fertiggestellt. Die nächsten Abschnitte sind zwischen St. Georgen am Reith und Hollenstein sowie im Ofenloch (Waidhofen – Ybbsitz – Opponitz) vorgesehen.

Parallel dazu wird gemeinsam mit der Eisenstraße Niederösterreich und der Mostviertel Tourismus GmbH an der touristischen Inszenierung und Angebotsentwicklung gearbeitet. So entstehen im Jahr 2016 Rast- und Grillplätze, Fotopunkte und „Wetterstadln“ entlang der Strecke. Erste Prototypen errichtet die HTL Waidhofen an der Ybbs im Rahmen eines Projekts. „Schon vor der Bauphase haben sich alle Projektpartner intensiv mit der touristischen Vermarktung beschäftigt. Inszenierungen konnten dadurch schon bei den Bauarbeiten berücksichtigt werden“, so Eisenstraße-Obmann Nationalratsabgeordneter Mag. Andreas Hanger.

Die Eröffnung des ersten Teilstücks des Ybbstalradwegs verbanden die Regionalpolitiker – unter ihnen auch Landtagsabgeordneter Anton Erber, MBA – mit einer gemeinsamen Radausfahrt, an der sich auch die Bevölkerung rege beteiligte. Das Fazit nach dem ersten offiziellen Pedalritt auf dem Ybbstalradweg: „Ein wunderbares Erlebnis!“

Der Ybbstalradweg in Zahlen

  • Gesamtlänge: 55 km (Waidhofen an der Ybbs – Lunz am See)
  • Davon komplett neu errichtete Radroute: 33,4 km
  • Bisher beschildert und freigegeben: 20 km (St. Georgen am Reith, Göstling an der Ybbs, Lunz am See), davon neu errichtet: 11,5 km
  • Beteiligte Gemeinden: Waidhofen an der Ybbs, Ybbsitz, Opponitz, Hollenstein an der Ybbs, St. Georgen am Reith, Göstling an der Ybbs, Lunz am See (bilden gemeinsam den Verein Gemeindeverband Ybbstalradweg)
  • Investitionsvolumen: 10 Millionen Euro (zur Gänze gefördert vom Land Niederösterreich)