Unter der Erde

Höhlen in den Ybbstaler Alpen

Oben Berge, Wälder und Almen. Ein paar Meter weiter unten schaut die Welt schon ganz anders aus. In den Ybbstaler Alpen führen zwei Höhlen hinein in den Kalkstein: die Ötscher-Tropfsteinhöhle bei Gaming und die Hochkarhöhle. Warme Kleidung sollte übrigens auch im Sommer mit. Unter der Erde hält man von sommerlichen Temperaturen nämlich nicht besonders viel.

©Melanie Pöchhacker
  • Stalagmiten und Stalaktiten in einer Höhle.
    ©Mostviertel Tourismus, Karas

    Ötscher Tropfsteinhöhle

Ötscher-Tropfsteinhöhle: Hinunter zum unterirdischen See

Schon der Weg zur Ötscher-Tropfsteinhöhle gehört zum Ausflug dazu. Von der Jausenstation Schindlhütte führt ein markierter Wanderweg in rund 45 bis 60 Minuten zum Höhleneingang. Dann geht es hinunter.

Die Höhle ist 575 Meter lang und wurde bereits 1926 erstmals für Führungen erschlossen. Auf betonierten Wegen und Stufen geht es vorbei an Stalagmiten, Stalaktiten und Tropfsteinformationen mit Namen wie „Hoher Dom“, „Märchenhalle“ oder „Zaubergang“. Sogar Schneewittchen hat hier unten ihren Platz gefunden. An der tiefsten Stelle wartet schließlich ein rund 100 Quadratmeter großer unterirdischer See.

  • Innenansicht einer beleuchteten Höhle mit steinigen Wänden und einem schmalen Pfad.
    ©Hochkar Bergbahnen GmbH

    Hochkarhöhle

Hochkarhöhle: Große Räume im Berg

Am Hochkar geht es ebenfalls unter die Oberfläche. Der Hochkarschacht ist mehr als 650 Meter lang und überwindet rund 130 Höhenmeter. Besonders eindrucksvoll sind die Schichtstrukturen des Dachsteinkalks, glatte Felswände und die großen Räume im Inneren.

Einer davon ist die Pfingsthalle. Mit rund 35 Metern Länge, 15 Metern Breite und 20 Metern Höhe zeigt sie recht anschaulich, welche Dimensionen sich unter dem Hochkar verbergen. Die Entstehung des Hochkarschachts wird mit rund 100.000 Jahren angegeben.

Zwei Höhlen, zwei Seiten der Ybbstaler Alpen

In der einen geht es vorbei an Tropfsteinen bis zu einem See tief unter der Erde. In der anderen öffnen sich große Hallen und Gänge im Kalkstein. Und spätestens beim Wieder-Herauskommen merkt man: Ein Berg ist eben nicht nur das, was man von außen sieht.

Zwei Kinder stehen am Ufer eines glasklaren Baches und tauchen neugierig ihre Hände ins Wasser. Umgeben von üppigem Grün und der sanften Stille der Natur, genießen sie den Sommer in den Bergen in vollen Zügen.
©© weinfranz.at