Zwischen Reben, Kellergassen und stillen Zeichen
Beim Pilgern im Weinland Traisental wird der Schritt von selbst ein wenig langsamer. Der Weg führt über Feldwege, durch Kellergassen, vorbei an alten Weinkellern, Bildstöcken und Marterln. Man geht weiter, bleibt stehen, schaut zurück. Und manchmal reicht genau das schon.
Der Traisentaler Abschnitt des Jakobsweges ist Teil des Österreichischen Jakobsweges und führt vom Wienerwald kommend über das Tullnerfeld weiter Richtung Donau. Im Weinland Traisental verbindet er Orte, die schon lange vom Unterwegssein erzählen: Würmla, Kapelln, Herzogenburg, Walpersdorf, Inzersdorf-Getzersdorf und schließlich Furth bei Göttweig.
Ein wichtiger Punkt am Weg ist das barocke Stift Herzogenburg. Von dort geht es weiter Richtung Nordosten, über Wielandsthal zum Schloss Walpersdorf, durch die Kellergasse nach Anzenberg, vorbei am Rampelkreuz in Inzersdorf und weiter nach Maria Ellend. Die Ausläufer des Dunkelsteinerwaldes begleiten den Weg bis nach Paudorf und Furth. Dort wartet mit dem Stift Göttweig einer jener Orte, die man schon von Weitem sieht und trotzdem gern langsam erreicht.
Insgesamt umfasst der Teilabschnitt von Purkersdorf nach Göttweig rund 67 Kilometer. Mehr als 200 Wegweiser und mehrere Informationstafeln begleiten Pilger entlang der Strecke. Sie geben Orientierung und Hinweise zu Gemeinden, Einkehr, Unterkunft, Pfarren und wichtigen Adressen am Weg.
Pilgern im Traisental ist kein großes Ereignis. Eher eine Einladung, ein Stück zu gehen. Mit Zeit für Landschaft, Gedanken, Gespräche und für jene kleinen Zeichen am Wegrand, die man im Alltag leicht übersieht.
Tipp: Die genaue Route, Etappeninformationen und praktische Hinweise zum Jakobsweg im Weinland Traisental finden Sie in der detaillierten Tourenbeschreibung.