Weinverkostung: Das gilt es zu beachten

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Tu-es-day #6: Tipps von der Traisentaler Winzerin Viktoria Preiß

Für alle Weinkenner und jene, die es noch werden wollen: Laue Abende auf der Terrasse oder dem Balkon eignen sich perfekt für eine gemütliche Weinverkostung zuhause. Worauf ihr dabei achten solltet, erklärt euch Frauenzimmer-Winzerin Vitkoria Preiß aus dem Traisental.

„Alles, was man für eine Weinverkostung braucht, ist ein Universal-Weinglas, eine Flasche Weißwein – im Idealfall ein Grüner Veltliner Traisental DAC – ein Glas zum Ausspucken und ein weißes Blatt Papier. Zusätzlich kann man sich zur visuellen Unterstützung das Aromarad der Weindüfte zur Seite nehmen“, erklärt die Jungwinzerin aus Theyern im Traisental. Dann kann es auch schon losgehen.

1. Die Frage der Optik

Als erstes analysieren wir die Farbe des Weines. Diese gibt Auskunft über die Reife des Weines. Damit man die Farbe bestmöglich bestimmen kann, hält man das befüllte Weinglas vor einen weißen Hintergrund – am besten in einem 45°-Winkel vor das weiße Blatt Papier. Je nach Weißweinsorte werden dabei grün-gelbe bis goldgelbe Farbtöne ersichtlich.

„Interessant ist außerdem, dass man Weine, die im Holzfass gelagert wurden, an etwaigen grünen, gelben oder goldenen Rexflexen erkennen kann“, ergänzt die Expertin. 

2. Die Frage des Geruchs

Um die Oberfläche des Weines bestmöglich zu vergrößern, schwenken wir das Glas ein wenig. Dabei entfalten sich die Aromen im ganzen Glas und wir können mit dem Geruchstest starten.

„Typisch für Grüner Veltliner ist etwa ein fruchtiger Geruch. Bei unserem Traisental DAC sind etwa reife Apfelnoten und Birnennoten (z.B. Williamsbirne) zu vernehmen. Auch leichte Zitrusnoten schwingen mit, wie etwa Ananasaromen.“

3. Die Frage des Geschmacks

Nächster Schritt ist der Probeschluck: Hier ist es wichtig, sich Zeit zu lassen und den Wein einige Sekunden am Gaumen zu behalten, bevor man ihn ausspuckt. „Bei unserem Testwein spiegeln sich genau diese Fruchtaromen auch im Geschmack wider. Durch die Kombination mit der Säure treten auch die Zitrusaromen entsprechend hervor, was man am Rand der Zunge leicht spüren kann“, erklärt Viktoria. Im Abgang ist eine leicht dezente Restsüße zu erkennen.

Falls ihr jetzt Lust bekommen hat, eure eigenen Weinkenntnisse unter Beweis zu stellen, dann macht einfach zuhause eure ganz persönliche Weinverkostung. Übrigens: „Zur Benennung des Geruchs oder des Geschmacks ist das Aromarad der Weindüfte auf jeden Fall hilfreich“, erklärt die Frauenzimmer-Winzerin und ergänzt: „Am besten, ihr beginnt damit, verschiedene Rebsorten (Riesling, Grüner Veltliner, etc.) voneinander unterscheiden zu lernen, bevor ihr euch an die Verkostung derselben Rebsorten aus verschiedenen Weinbaugebieten (Traisental, Donauland, Südburgenland, etc.), traut“.

Das Video entstand im Rahmen unserer „Tu-es-day“-Kampagne, die unseren Fans auf Social Media immer dienstags neue Videos zum Nachmachen für Zuhause präsentiert.

 

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