Die Elsbeere aus dem Wiesenwienerwald

Die Genuss Region an der Grenze vom Mostviertel zum Wienerwald, hat sich als Elsberreich einen Namen gemacht.

Was die weiße Trüffel unter den Pilzen, ist die Elsbeere unter den Früchten – aromareich, rar und teuer. Im östlichen Mostviertel, an der Grenze zum Wienerwald, werden der imposante Baum und seine Früchte besonders gepflegt.

Elsbeerbäumen begegnet man eher selten. Und wenn man einen findet, dann heißt das noch lange nicht, dass man sich über die Früchte freuen darf. Denn die Bäume tragen erst nach etwa 15 Jahren ihre rötlich-braunen, mit mandel-marzipanähnlichem Aroma ausgestatteten Früchte, und das oft nicht jedes Jahr.

Kostbares aus dem Wiesenwienerwald

Im Wiesenwienerwald, jener Region, wo das Mostviertel in den Wienerwald übergeht, sind Baum und Frucht noch recht häufig anzutreffen. Die Ernte (händisch auf hohen Leitern stehend) und die Verarbeitung sind jedoch so aufwendig, dass Elsbeer-Brände zu den teuersten Bränden überhaupt zählen. Der enorme Aufwand, das rare Aufkommen und die unglaubliche Aromatik sind auch die wesentlichen Gründe dafür, dass die Wiesenwienerwald-Elsbeere in die Genuss Regionen Österreichs aufgenommen und als erstes Slow Food Presidio Produkt aus Österreich ausgezeichnet wurde.

Das ElsbeerReich

Für die Erhaltung, Pflege und Vermarktung der Elsbeere engagiert sich der Verein ElsbeerReich in Michelbach. Er fördert nicht nur die kulinarische Vielfalt der kostbaren Wildfrucht (neben Bränden wird sie z. B. zu Likören und Marmeladen verarbeitet), sondern feiert sie auch jedes Jahr Anfang Mai beim „Tag der Elsbeere“ mit Verkostungen, Musik und Unterhaltung.