Das Mostviertel - der Ursprung Österreichs

Das Mostviertel gilt als Wiege Österreichs – erfahren Sie mehr zur Geschichte des Mostviertels und dessen Bedeutung in der Österreichischen Geschichte.

Schon immer profitierte es von seiner guten Lage, den fruchtbaren Böden, der wald- und wasserreichen Bergwelt. Im Jahr 996 wird das Gebiet um Neuhofen/Ybbs erstmals „Ostarrichi“ genannt – die Geburtsstunde Österreichs.

Wie Funde aus der Altsteinzeit (rund 5.000 v. Chr.) belegen, war das Mostviertel schon sehr früh besiedelt. Um Christi Geburt lebten Römer im Mostviertel. Ihre Spuren sind heute noch zu schmecken, denn sie weihten die Bewohner in die Kunst der Obstveredelung und des Weinbaus ein. Zu sehen ist das römische Erbe unter anderem in Traismauer und in ‚Aelium Cetium’, der heutigen niederösterreichischen Landes-hauptstadt St. Pölten.

Die Wiege Österreichs

Das Mostviertel ist das Kernland des heutigen Österreich. Im Jahr 996 schenkte Kaiser Otto III. dem Bischof von Freising 30 Königshufen, das entspricht etwa 1.000 Hektar Land, in der Gegend von Neuhofen/Ybbs. In der Schenkungsurkunde scheint erstmals der Name „Ostarrichi" auf. So wurde dieser Landstrich genannt. Aus „Ostarrichi“ entwickelte sich im Laufe der Jahre „Österreich“. Ein Faksimile der Geburtsurkunde Österreichs ist heute im Ostarrichi-Kulturhof in Neuhofen an der Ybbs zu sehen.

Auch die rot-weiß-rote österreichische Flagge hat ihren Ursprung in einer Urkunde aus dem Mostviertel. Das Zisterzienserstift Lilienfeld hütet das erste offizielle Siegel mit dem österreichischen Wappenschild, dem Vorläufer der Flagge. Das Siegel befindet sich an der Pergamenturkunde, mit der 1230 die Gründung des Stiftes Lilienfeld bestätigt wurde.