Das Mostpressen: Wie der Most entsteht

Das Mostviertel und sein Leitgetränk: Viel Wissen und viel Sorgfalt braucht es, um aus der Mostbirne den Most zu gewinnen.

Rund 300 verschiedene Mostbirnsorten gedeihen im Mostviertel – etwa 20 davon eignen sich für die Mostproduktion, die Ende August beginnt.

Nur qualitativ hochwertiges Fallobst wird geklaubt, d. h. nicht gepflückt, sondern vom Boden gelesen – nur dann sind die Birnen reif genug. Dann wird das Obst gewaschen, anschließend in der Birnenreibe zerkleinert und rasch gepresst. Für zwei bis acht Wochen kommt der Birnensaft nun in Gärfässer, wo er mit speziellen Hefestämmen vergoren wird, denen man bei der Arbeit zuhören kann –  der Most „plaudert“, sagt man im Mostviertel. Die Hefe bewirkt eine rasche und reintönige Gärung und hebt den besonderen Geschmack und Charakter des Birnenmosts hervor. Nach der Gärung wird der Most filtriert, geklärt und in Flaschen abgefüllt.

Den Most feiern

Während der Most in den Fässern plaudert, wird ihm zu Ehren in der zauberhaft herbstlich verfärbten Natur des Mostviertels der Mostherbst gefeiert, ein vom Most inspirierter kulinarischer Reigen, bei dem Mostheurige, Wirtshäuser, aber auch Restaurants herbstliche Spezialitäten auftischen. Höhepunkte sind die Präsentation der Jungmoste im November und die Veranstaltungsreihe  „Die Moststraße brennt“, bei der Edelbranderzeuger ihre Spezialitäten zum Verkosten anbieten.