Dürrenstein: Zuhause im Wildnisgebiet

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Wandern durchs Wildnisgebiet zwischen Göstling und Gaming – am Dürrenstein warten unberührte Natur- und Urwälder und ostalpine Tierarten.

Wilde Wälder liegen am Fuße des Dürrenstein in Göstling. Das baumreiche Wildnisgebiet wurde 2017 von der UNESCO sogar zum Weltnaturerbe ernannt – Teile der Wälder stehen daher unter strengem Schutz, um Flora und Fauna nicht zu stören.

An der Südseite des Dürrenstein liegt mit dem Rothwald einer der letzten Urwälder Europas. Schon seit der letzten Eiszeit wurde nicht in die Natur des Wildnisgebiets Dürrenstein eingegriffen. Seit 1875 ist auch die forstliche Nutzung des Wildnisgebiets untersagt - der damalige Besitzer Albert Rothschild wollte den Wald ganz sich selbst überlassen und legte damit auch den Grundstein für den Erhalt dieses außergewöhnlichen Fichten-Tannen-Buchen-Urwalds.

Urwald in Niederösterreich

Das große Bemühen um den Erhalt der ursprünglichen Tier- und Pflanzenwelt hat sich seither mehrfach bezahlt gemacht: Seit dem Jahr 2002 ist das Wildnisgebiet Dürrenstein auch als Naturschutzgebiet deklariert. 2011 wurde das Areal nahe des Lunzer Sees auch als „Märchenwald“ in die Sieben Waldwunder Österreichs aufgenommen. Zuletzt durfte sich das Wildnisgebiet Dürrenstein über die Ernennung zum Weltnaturerbe freuen - übrigens das erste und einzige seiner Art in Österreich, das von der UNESCO bisher diese gewichtige Auszeichnung erhalten hat. Das Wildnisgebiet steht damit in einer Reihe mit dem Grand Canyon, dem Yellowstone Nationalpark oder den Dolomiten.

Das Wildnisgebiet Dürrenstein besuchen

Ostalpine Pflanzenarten oder Tiere wie Braunbär und Alpenspitzmaus sind im Wildnisgebiet daheim. Solch einzigartige Natur muss natürlich besonders geschützt werden. Das Wildnisgebiet ist daher nur auf ausgewählten Wegen (wie dem Eulenweg und dem Moorweg) auf eigene Faust zu erkunden. Ein Tipp sind die raren Wildnisgebiet-Führungen, z.B. zur 1000-jährigen Eibe.

Damit in Zukunft auch alle weiteren Interessierten mehr über dieses besondere Stück Natur erhalten, wird derzeit ein Wildnisgebietszentrum, das "Haus der Wildnis" in Lunz am See errichtet. Die Eröffnung des Zentrums ist mit Frühjahr 2021 geplant.

Wildes Waldwandern

Auch außerhalb der Schutzzonen locken wilde Wanderrouten auf den 1.878 m hohen Dürrenstein: Nach dem Erklimmen von Dürrenstein- oder Notengipfel winken Einkehr und Nächtigung in der Ybbstalerhütte. Großer Hühnerkogel und Kleines Hirzeck sind weitere Wanderziele. Für Fortgeschrittene empfiehlt sich die durchaus herausfordernde Alpin-Tour Hochkar-Dürrenstein-Ötscher. Entlang der Tour warten herrliche Ausblicke über das gesamte Alpenvorland: vom Gesäuse bis zum Hochschwab.

www.wildnisgebiet.at

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