Mostheurige: Zu Gast bei den Mostexperten

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Wo der Genuss zuhause ist

Bei den Moststraße-Heurigen im Mostviertel sitzt man im Obstgarten oder der ruhigen Stube und genießt herrliche Qualitätsmoste und regionstypische Schmankerl.

Unter „Mostheurigen“ versteht man Buschenschanken, die sortenreine Birnenmoste und Fruchtsäfte aus eigener Erzeugung ausschenken. Gastgeber sind zum Großteil Mostbarone – die Experten schlechthin, wenn es um die österreichische Mostkultur geht. Die meisten dieser Mostheurigen finden sich an der Moststraße – aber auch im Pielachtal und an der Eisenstraße locken zahlreiche Gastgeber zur Einkehr.

„G’sundheit – sollst leben“

Neben den vielen reinsortigen Birnenmosten werden beim Mostheurigen – je nach Gastgeber – auch verschiedenste Mischmoste (Apfel und Birne), Cuvees und Spezialitäten rund um die Birne kredenzt (Birnencider, Mostello, Birneneiswein, Most-Radler uvm). Die Palette der Fruchtsäfte reicht vom klassischen Birnen- und Apfelsaft bis zu kreativen Mischsäften wie etwa Apfel-Karotte oder Johannisbeer-Birne.

Rund um den Most haben sich einige Rituale und Besonderheiten entwickelt. Die Hauptregel der Mostviertler Etikette sieht zum Beispiel vor, dass man sich beim Mostrinken nicht zuprostet, sondern „G’sundheit“ wünscht. Die korrekte Antwort darauf lautet „Sollst leben!“

Schofkas, Mostpudding & Co.

Egal ob im Freien, mit Blick auf die umliegende Hügellandschaft oder im urigen, traditionellen Vierkanthof: Das Speisenangebot beim Mostheurigen umfasst ausschließlich kalte Speisen. Ganz oben steht der für die Region bekannte, typische „Mostviertler Schofkas“ (Schafskäse bzw. Schafmischkäse). Dieser wird meist mit Schnittlauch zum Brot serviert und schmeckt herrlich frisch.

Weiters kredenzen die Mostbarone die klassische „Brettljause“ (gemischte Platten mit Fleisch, Wurst, Käse und Gemüse), erfrischende Salate sowie findige Kreationen aus der vegetarischen bzw. leichten Küche. Dazu gibt es Mostweckerl oder selbstgemachtes Bauernbrot, das bei jedem Heurigen anders schmeckt.

Wenn es dann noch etwas Süßes sein darf, ist es Zeit für einen Mostpudding (in Most getränkter Gugelhupf), einen klassischen Apfelstrudel oder eine Schaumrolle. Vollendet wird ein Besuch beim Mostheurigen – wie könnte es anders sein – mit einem Stamperl Birnenbrand aus eigener Produktion.   

Tipp: Bei zahlreichen Mostheurigen gibt es auch die Möglichkeit, typische Produkte wie Birnen-Balsamico-Essig, Birnenchutney, Birnensenf oder Birnenschokolade zu erwerben und ein Stück Mostviertel mit nachhause zu nehmen. Die Bezahlung ist (bei den Mostbaronen) sogar mittels eigener Währung – dem Mostbaron-Taler möglich.

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