Weitwandern im Mostviertel bedeutet mehr als nur Schritte sammeln: Es ist ein bewusstes Eintauchen in die abwechslungsreiche Landschaft zwischen sanften Voralpenhügeln, mächtigen Wäldern, klaren Wasserwegen und weiten Tälern. Auf den zahlreichen mehrtägigen Weitwanderwegen spüren Sie den Wind im Gesicht, erleben die Natur hautnah und finden immer wieder neue Ausblicke, Begegnungen und Geschichten am Wegesrand.
Ob Sie sich auf die historischen Routen des Römerwegs begeben, dem eindrucksvollen Luchs Trail folgen oder mit regionalen Rundwanderwegen wie dem Herz des Mostviertels Rundwanderweg oder dem Pielachtaler Rundwanderweg Ihre Etappen planen – jede Tour bietet ihre eigene Mischung aus Natur und Genuss.
Lassen Sie sich von stillen Wäldern, blühenden Streuobstwiesen und historischen Pfaden inspirieren und machen Sie Ihren Weitwanderung durch Niederösterreich zu einem unvergesslichen Erlebnis – Schritt für Schritt und mit offenem Blick für die Schönheit der Region.
Der 250 km lange, bundesländerübergreifende Fernwanderweg verläuft ausgehend von Reichraming in Oberösterreich nach Lunz am See in Niederösterreich durch drei international anerkannte Großschutzgebiete: den Nationalpark Kalkalpen, den Nationalpark Gesäuse und das zum Großteil im Mostviertel liegende Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal. Die insgesamt 13 Etappen sind anspruchsvoll und mit vielen Höhenmetern gespickt (gesamt 12.000 Höhenmeter). Die letzten Etappen führen durch das Mostviertel.
Auf den Spuren der einstigen Weltmacht wandert man auf dem 96 Kilometer langen Römerweg im Melker Alpenvorland durch die reizvolle Landschaft zwischen den Ausläufern der Wachau und den ersten Voralpengipfeln des Ötscherlandes. 15 Meilensteine am Weg beleuchten die Erfindungen und Leistungen der Römer. Die Route kann in drei bis fünf Tagen bewältigt werden und führt zu den kulturellen Glanzlichtern der Region: der Schallaburg und der Burg Plankenstein.
Der „Herz des Mostviertels Rundwanderweg“ führt auf über 110 Kilometern durch das sanfte Hügelland des Mostviertels. Acht Etappen verbinden idyllische Ortschaften, beeindruckende Panoramen und genussvolle Einkehrmöglichkeiten. Entlang der Route erzählen Stationen von der Mostkultur, während herzförmige Birnensymbole den Weg weisen. Eine Wanderung für alle, die die Vielfalt im Mostviertel entdecken möchten.
Von der Erlaufschlucht zum Trefflingfall – so lautet das Motto der Via Aqua. Der 75 km lange Rundweg verbindet die Gemeinden Scheibbs, Purgstall, Gaming und St. Anton und führt Wandernde sowie Naturliebhaber:innen zu den schönsten Plätzen am Wasser im Ötscherland und Naturpark Ötscher-Tormäuer. Am Weg entlang der Erlauf und der Jeßnitz sorgen 23 tropfenförmige WASSER-WISSEN-Stationen für interessante Aha-Erlebnisse. Für die Via Aqua sollten drei bis vier Tage eingeplant werden.
In einem gewissen Respektabstand zur Pielach führt der 115 km lange große Pielachtaler Rundwanderweg Nr. 652 durch acht Gemeinden des Dirndltals. Je nach Zeit und Kondition ist der Weg in 3 bis 5 Einzeletappen zu bewältigen. Wer das Pielachtal lieber auf einzelnen Teiletappen erkundet, fährt ein Stück mit der Mariazellerbahn, die quasi ständiger Begleiter am Weg ist. Entlang des Weges genießt man prächtige Ausblicke auf den nahen Ötscher, das Waldviertel und die Pielach.
Ergänzend zum bestehenden Ötscher-Rundwanderweg 277 wurde ein weiterer Rundweg um den Ötscher, das Wahrzeichen des Mostviertels, ausgearbeitet. Er verläuft auf bestehenden Wegen, hat aber seinen Ausgangs- und Endpunkt am Bahnhof Laubenbachmühle in Frankenfels. Der Weg ist - je nach Kondition - in etwa 10 Etappen zu bewältigen und führt durch die atemberaubende Landschaft des Naturparks Ötscher-Tormäuer sowie auf aussichtsreiche Gipfel des Mariazellerlandes.