Wandertour ausgehend von Goestling-Raiffeisenbank
Hochfläche Hochreit - Hochmoor
Das fast 10 ha große Hochmoor (Leckermoor) wird durch eine eigenartige Pflanzenwelt bestimmt. Im Wesentlichen durch gelbbraune und rötliche Torfmoose und Bergkiefern (Latschen). Von den Niederschlägen gespeist und nur langsam entwässert, konnte sich hier ein mehrere Meter hoher Moorkomplex entwickeln, dessen Pflanzenwelt zu den Spezialisten auf solch stickstoff- und phosphorarmen Standorten gehört. Durch die hohe Vernässung und den Säuregrad des Bodens ist eine Lebensgemeinschaft entstanden, die auf störende Eingriffe (besonders Entwässerung) empfindlich reagiert. Die geringe Wärmeleitfähigkeit der Torfmoose ist ein kleinklimatisch ungünstiger Faktor für die Hochmoorpflanzen; das Vorkommen von Pflanzen aus dem hohen Norden (Sonnentau, Rosmarinheide) weist auf diesen „kalten“ Standort hin. Besondere Bedeutung kommt den Mooren als Archive der Vegetationsgeschichte zu: In den Torfablagerungen erhält sich der Blütenstaub (Pollen) früherer Pflanzenwelten; die Wissenschaft der Pollenanalyse kann aus solchen Moorablagerungen die Veränderungen der Vegetation im Laufe der Klimageschichte nachweisen. Nur durch größtmöglichen Schutz der Moore können wir wertvolle Lebensgemeinschaften und wissenschaftlich bedeutsame Landschaftsräume für die Zukunft erhalten.
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Letzte Änderung: 25.02.2026